Schweißdrüsenabsaugung

Schweiß wird durch eine Vielzahl von Schweißdrüsen gebildet, die über die gesamte Körperoberfläche verteilt sind. Besonders dicht angeordnet sind sie an den Handflächen, den Fußsohlen und den Achselhöhlen. Gerade dort sind die Folgen des übermäßigen Schwitzens ohne zugrunde liegende Erkrankung, der sogenannten primären Hyperhidrose, auch besonders störend. Für viele Patienten, Männer wie Frauen, stellt übermäßiger Achselschweiß mit all seinen unangenehmen Begleiterscheinungen eine große psychische Belastung dar, die sich aufgrund der ständigen Unsicherheit und dem starken persönlichen Fokus auf das Geschehen oft noch zusätzlich selbst verstärkt. Einschränkungen im Alltag liegen dann nah, z.B. die Ausrichtung der Kleidungsfrage und häufige Textilwechsel, die Nutzung aggressiver, oft stark aluminiumhaltiger Antitranspirante oder in sehr ausgeprägten Fällen mit enormem Leidensdruck gar die Neigung zu sozialem Rückzug.

Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die jedoch oftmals zeitaufwendig und von nur mäßigem Erfolg begleitet sind. Als die wirkungsvollsten Therapien haben sich die Behandlungen mit Botulinumtoxin (Botox®), die Schweißdrüsenverödung mit miraDry® und die operative Schweißdrüsenabsaugung zur dauerhaften Entfernung der Schweißdrüsen etabliert. Für letztere Option bietet die "wasserstrahlassistierte Saugkürettage" eine schonende und schmerzarme Form der Operation.

Durch einen feinen computergesteuerten Wasserstrahl wird die Haut der Achselhöhle sehr gleichmäßig und schonend vom Untergrund gelöst. Dadurch wird die Durchblutung der Haut erhalten und die anschließende gleichmäßige Absaugung der Schweißdrüsen erleichtert.

Mit der Operation werden die abgesaugten Schweißdrüsen endgültig entfernt. Ein gewisses Maß an Schweiß ist jedoch normal, sodass verbleibende Drüsen weiter Schweiß produzieren und so zur Regulierung der Körpertemperatur beitragen können.

Die Operation wird in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt. Direkt nach dem Eingriff ist das Tragen einer speziellen Kompressionsbekleidung für ca. zwei Wochen nötig, arbeitsfähig ist man aber schon wieder nach ca. drei Tagen.

Kurzinformation
OP-Dauer: ca. 45 Minuten
Narkose: Lokalanästhesie
Klinikaufenthalt: ambulant
Nachbehandlung: Entfernung der Nähte nach ca. 7 Tagen. Tragen eines Kompressionsmieders für 2 Wochen. Während dieser Zeit sollte Sport sowie schweres Heben vermieden werden.

Wünschen Sie weitere Informationen? Vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Bei einem persönlichen Gespräch werden wir Ihr Anliegen gerne ausführlicher besprechen und Ihnen alle Möglichkeiten aufzeigen.